Quartiermeister – Bier für den Kiez

Bier für einen guten Zweck trinken, das könnt ihr mit Quartiermeister. Sie sind ebenfalls ein Partner unserer Einweggrillfrei-Initiative. Was Quartiermeister genau macht und was sie für die Zukunft planen, haben sie uns in einem Interview erzählt.

Was genau ist Quartiermeister?

Quartiermeister ist das Bier für die Nachbarschaft. Als Sozialunternehmen verwandeln wir Konsum in eine gute und nachhaltige Tat. Mit dem Erlös jeder verkauften Quartiermeisterflasche fördern wir soziale & kulturelle Projekte in Berlin, Leipzig, Dresden und München. Wir wollen genau da helfen, wo unser Bier getrunken wird.

Wie seid Ihr auf die Idee gekommen, ein Bier für den Kiez zu brauen?

Unser Gründer Sebastian hatte 2010 die Idee zu Quartiermeister. Er war auf der Suche nach einem Konzept, das soziales Engagement so einfach wie möglich gestaltet, ohne mehr Zeit oder Geld dafür aufwenden zu müssen. Ihm kam der Gedanke, den Konsum eines Produktes mit einem gesellschaftlichen Mehrwert zu verknüpfen, einem Mehrwert der direkt vor Ort sichtbar ist. Daraufhin suchte Sebastian eine Brauerei, er vertrieb das Bier damals noch mit dem Fahrrad gemeinsam mit Freunden in Berlin. Nach zwei Jahren ging die Partnerbrauerei allerdings insolvent und wir wagten einen Neuanfang, diesmal als soziales Unternehmen mit Vollzeit-Mitarbeitern und mit der neuen Brauerei in Wittichenau.

Ihr setzt viel auf soziales Engagement. Wie wird entschieden, welche sozialen Projekte unterstützt werden sollen?

An unser Unternehmen ist ein Verein gekoppelt, der Quartiermeister e.V. Ein Teil der Mitglieder kommt mit jedem neuen Förderzyklus zusammen und entscheidet, welche der Projektanträge es in die Online-Abstimmung auf unserer Website www.quartiermeister.org schafft. Das sind immer jeweils 8 Projekte für einen Zeitraum von 6 Wochen, in denen jede*r auf unserer Website abstimmen kann, welche zwei Projekte das Fördergeld erhalten sollen.

Was bedeutet für Euch Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit ist für uns eine Frage des korrekten Wirtschaftens, also möglichst im Einklang mit Mensch und Natur zu stehen. Das fängt bei der Produktion an, in der wir größtenteils biologische Inhaltsstoffe verwenden und den Brauprozess nicht künstlich beschleunigen und hört bei der Gewinnausschüttung auf, an der die Nachbarschaft beteiligt wird.

Was sind Eure Ziele für die nächsten Jahre?

Wir haben gerade verschiedene Baustellen, beispielsweise bringen wir bald ein Bio-Rotbier raus und wollen unseren Standort in München professionalisieren. Damit haben wir gerade alle Hände voll zu tun. Langfristig träumen wir davon, dass wir irgendwann in ganz Deutschland Nachbarn haben, deren Projekte wir fördern können. Bis dahin bleibt aber wohl noch einiges zu tun.

Danke für das spannende Interview. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg!

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